ou est le fun

2015

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Où est le fun

Bonjour, tristesse. Trostloser Tumult gedeiht neben unaufgeregtem Total Design und reichlich inszenierter Ruhe. Ermüdende Askese spaziert mit verschwenderischer Bescheidenheit durch die Öde romantisierter Einfachheit und verläuft sich in der Steppe toleranzloser Achtsamkeit.

Moral, mon amour – dominiere, diszipliniere, delegiere, der Markt ist ganz bei Dir. Bereit für designte Demut und ästhetisierten Ablass finden dämonisierende Drohgebärenden unser konsumgeläutertes Gehör. Verzicht verspricht Seelenheil, spendet Stärke, erschafft göttliche Kaufkraft. Gewissenswellness pur.

Où est le fun stellt den pseudo gezügelten Zeitgeist in Frage. Ist perplex über protestantische Denk- und konservative Lebensweisen und stutzt über den stereotypischen Selbstimperativ unserer Zeit. Wundert sich über Selbstoptimierungszölibate sowie ganz-bei-sich-Gesängen und stellt ernüchtert fest: adieu avantgarde.

 Où est le fun ist better-be-good-Blasphemie pur. Dysthopien in raw fit. Entgegnet Bionade-Biedermeier und der neuen Bürgerlichkeit mit stiller Affirmation. Reduziert radikal Vielfalt. Verzichtet auf Form, Details und Geschlecht. Uniform , unisex, universell. Weder 100% wahrhaftig noch 90% echt . Bedauert den Abschied: au revoir l’ excès