sometimes people in luanda shine

2015

 

MC Sacerdote and his Kuduro artist crew,
shot 2013 in the area of Sambizanga, Luanda, Angola
Cinematography: Flurina Rothenberger / Bitten Stetter

 

Sometimes people in Luanda shine!
About landmines, disability and creativity in urban landscapes

Eine Bewegt-Bild-Ausstellung – eine visuelle Spurensuche in einer der teuersten Städte der Welt: Luanda in Angola. Die Ausstellung zeigt im Schwerpunkt Alltagswelten von Menschen mit Behinderungen, die unter anderem auf Grund der zahlreichen Tretminen, die im angolanischen Bürgerkrieg exzessiv eingesetzt wurden, sehr präsent sind. Porträtiert werden eine nominierte Miss Landmine, ein Designer, Kuduristas mit und ohne Behinderungen, Musiker, Capoeiristas, Kunsthandwerker und Kriegsveteranen/innen. In den «Museques», den Slums Luandas, werden im Kuduro-Tanz die Körperbewegungen von Menschen mit Behinderung imitiert. Beweglichkeit trifft auf rasanten urbanen Wachstum, Statik auf Dynamik. Momentaufnahmen werden lebendig: Was sich im ersten Augenblick als statische Portrait- und Stadtfotografie präsentiert, beginnt zu pochen, zu atmen, zu zwinkern, zu rotieren und zu tanzen. Zugleich werden in der Ausstellung Themen wie Urbanität, Kreativität, Umgang mit «beschädigter Identität» (Erving Goffman) und Selbstdesign behandelt. Die Ausstellung ist explorativ – sie sucht nicht Objektivität, sondern sie zeigt Ausschnitte humaner Alltagswirklichkeiten in Angola.

___

9. – 16. März 2015
Toni-Areal, Aktionsraum 5.K06